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Was gibt es Neues aus Eins A Elberfeld? Was tut sich bei der ISG Poststraße/Alte Freiheit? Dazu erfahren Sie hier mehr. Außerdem finden Sie hier immer wieder interessante Hintergrundgeschichten aus unserem Straßenzug – über besondere Menschen, wissenswerte Fakten oder spannende Ereignisse. Viel Freude beim Lesen!

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Corona: Die Einschränkungen wirken

Die Passantenfrequenz in der Poststraße ist in der zweiten Märzhälfte um bis zu 85 Prozent gegenüber den Normalwerten eingebrochen. Grund dafür: die behördlichen Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise. Die ISG Poststraße begrüßt diese Entwicklung und bittet die Menschen, weiterhin zuhause zu bleiben.

Eigentlich ist hier mehr los als sonst irgendwo in Wuppertal: Eins A Elberfeld ist der belebteste Straßenzug der Stadt. Bis zu einer Million Menschen im Monat flaniert über die Achse Kerstenplatz/Poststraße/Alte Freiheit. Doch seit Corona ist das Bild ein anderes: Läden und Restaurants geschlossen, der Straßenzug beinahe verwaist: Die Behörden in Stadt, Land und Bund wollen, dass die Wuppertaler weitgehend zuhause bleiben, damit sich weniger Menschen mit dem gefährlichen Corona-Virus infizieren. Mindestens bis zum 19. April gelten daher neben Ladenschließungen auch weitgehende Kontaktsperren in der Öffentlichkeit. Wie sehr diese Maßnahmen wirken, lässt sich in Eins A Elberfeld nun in eindeutigen Zahlen ablesen – dank der Plattform hystreet.com, die mit Hilfe eines Laserscanners kontinuierlich die Besucherzahlen in der Poststraße misst.

Und diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im März 2020 waren in Eins A Elberfeld nur etwa halb so viele Menschen unterwegs wie in Spitzenmonaten, nämlich 511.000. Und das, obwohl der März recht durchschnittlich begann. Doch dann kam Corona: die ersten Fälle in Wuppertal, Veranstaltungsverbot, Schulschließungen, Schließung von Läden und Restaurants, Kontaktverbot. Die Folge: Die Passantenströme ebbten in der zweiten Märzhälfte drastisch ab.

Der Anfang: Minus 56 Prozent Besucher in der Woche nach den Schulschließungen

Im Detail sah das so aus: Am Montag, 16. März, trat die von der NRW-Landesregierung beschlossene Schließung der Kitas und Schulen in Kraft – zugleich setzte anhaltend strahlendes Frühlingswetter in Wuppertal ein. Offenbar war der Ernst der Corona-Lage vielen Wuppertalern zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz klar: An diesem Montag war die Poststraße mit etwa 24.600 Passanten zwar unterdurchschnittlich, aber noch recht gut besucht (die durchschnittliche Passantenzahl im Straßenzug liegt montags bei knapp 30.500). Doch ab dem Folgetag, dem 17. März, schrumpfen die Passantenzahlen Tag für Tag, sodass am Ende der Woche nur insgesamt gut 87.000 Besucher in Eins A Elberfeld gezählt wurden – statt wie sonst, im Wochenschnitt, fast 202.000. Macht in der ersten Woche der behördlichen Einschränkungen einen Rückgang um immerhin 56 Prozent gegenüber normal.

Die Fortsetzung: Minus 76 Prozent Besucher in der vierten Märzwoche

Noch krasser fällt die Entwicklung der vierten Märzwoche aus. Diese statt erstmals im Zeichen des behördlichen Kontaktverbots: Seit Sonntag, 22. März, dürfen sich in der Öffentlichkeit maximal zwei Personen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, gemeinsam aufhalten. Ansonsten gilt: Abstand halten. Oder gleich zuhause bleiben. Die Folge in Eins A Elberfeld: Die Passantenzahlen haben sich noch einmal nahezu halbiert: In der Woche zwischen dem 23. und dem 29. März waren gerade mal etwa 47.500 Passanten zwischen Neumarkt und Döppersberg unterwegs – ein Rückgang um 76 Prozent gegenüber dem Normalzustand. 

An den letzten März-Samstagen so viele Menschen wie in einer Stunde im Advent

Am deutlichsten fällt dieser Unterschied an Samstagen auf: Am 28. März etwa zählte der Laserscanner von hystreet.com an der Poststraße im Laufe des ganzen Tages nur etwa 6500 Besucher – das entspricht dem Stundenwert eines gut besuchten Adventssamstages und bedeutet gegenüber der durchschnittleichen Samstags-Besucherzahl in der Straße einen Rückgang um satte 85 Prozent.

"Bitte bleiben Sie auch weiterhin vernünftig und zuhause!" Nikolai Espenschied, ISG-Vorsitzender

Das Fazit: Als einen der wichtigsten Verkehrswege für Fußgänger in der Elberfelder City und als einen der Haupt-Zubringer zum Hauptbahnhof wird man Kerstenplatz, Poststraße und Alte Freiheit wohl kaum ganz menschenleer bekommen. Aber die starken Rückgänge an Besucherzahlen geben einen Hinweis darauf, wie vernünftig viele Wuppertaler auf die Corona-Krise reagieren und wie gut die Bereitschaft ist, sich an die Auflagen der Behörden zu halten. Das freut auch die ISG Poststraße/Alte Freiheit. Auch wenn sich die Infektionszahlen in Wuppertal zuletzt etwas positiver entwickelten, appelliert der ISG-Vorsitzende Nikolai Espenschied an die Wuppertaler: „Bitte bleiben Sie auch weiterhin vernünftig und zuhause – damit wir uns nach der Krise gesund wiedersehen.“


Zum Hintergrund: Hystreet.com erfasst die Besucherströme in der Poststraße mit einem Laserscanner, der im südlichen Teil der Straße an einem Gebäude angebracht ist und der auf der ganzen Straßenbreite die Zahl und die Laufrichtung der Passanten registrieren kann. Es werden keine Personendaten und keine Bilder erfasst. Auch kann das Gerät nicht erkennen, ob Personen nur einmal oder mehrmals erfasst wurden. Der Scanner in der Poststraße ist – mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen – seit Mitte Juni 2019 in Betrieb. Mehr Infos zur Passantenfrequenzzählung gibt es im Netz auf: www.hystreet.com.