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Eins A Elberfeld bleibt Besuchermagnet

Aktuelle Frequenzzählung ergibt: Auch im Corona-Jahr zieht Eins A Elberfeld mehr Menschen an als jedes andere Areal in den Wuppertaler Innenstädten. Die Pandemie ließ das Besucheraufkommen allerdings in ganz Wuppertal zurückgehen.

Trotz der Corona-Pandemie, trotz Lockdown, trotz aller Herausforderungen: Eins A Elberfeld bleibt der Publikumsmagnet Nummer eins in den Wuppertaler Innenstädten. Das hat zumindest die aktuelle Passantenfrequenzzählung des Wuppertaler Gutachterausschusses für Grundstückswerte ergeben. Wie die Erhebung der Wuppertaler Immobilien-Experten in diesem Jahr ergeben hat, liegen acht der zehn frequenzstärksten Messpunkte der gesamten Stadt auf der Achse zwischen Hauptbahnhof und Neumarkt. Das gilt auch für den unangefochtenen Frequenz-Spitzenreiter in Wuppertal: die Ecke Alte Freiheit/Kirchstraße. Pro Stunde sind dort laut Gutachterausschuss im Schnitt 3958 Personen unterwegs. An Samstagen sind es sogar mehr als 4700.

Acht der zehn besucherstärksten Messpunkte im Bereich von Eins A Elberfeld

Auch die übrigen Messstellen im Bereich von Eins A Elberfeld erreichen Spitzenwerte, wie die vom Gutachterausschuss zusammengestellte Top-Ten-Liste zeigt. Dort sind außerdem vertreten:  Alte Freiheit Süd (3154 Passanten je Stunde im Schnitt), Schwebebahnhaltestelle Döppersberg (2846), Alte Freiheit/Geschäftsbrücke (2510), Poststraße Süd (2458), Alte Freiheit/Eingang City-Arkaden (2441), Poststraße Nord (1915) und Ein-/Ausgang Hauptbahnhof (1901). Immerhin auf Platz 14 des stadtweiten Rankings landet zudem der Kerstenplatz mit 1490 Passanten pro Stunde im Schnitt.

"Es freut uns, dass Eins A Elberfeld auch in diesem besonderen Jahr seine Stellung als frequenzstärkste Achse Wuppertals behaupten konnte", sagt Nikolai Espenschied, Vorsitzender der ISG Poststraße/Alte Freiheit. Allerdings gibt es auch starke Wermutstropfen in der Statistik: An nahezu allen Messpunkten im Straßenzug haben sich die Passantenzahlen im Vergleich zum Vorjahr verringert. Auf die Gesamtstadt gesehen sieht es zudem nicht besser aus. Dazu Nikolai Espenschied: "Hier werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie sichtbar: Vielen Menschen können sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen schlicht keinen entspannten Innenstadtbummel vorstellen."

Lockdown lässt Passantenzahlen um ein Drittel einbrechen

Ein Trend, der sich im aktuellen November-Lockdown noch einmal verschärft hat, wie die Zahlen der Firma Hystreet.com beweisen. Das Unternehmen misst seit etwa anderthalb Jahren das Besucheraufkommen in der Poststraße per Laserkamera. Und die Auswertung für die zurückliegenden ersten drei Novemberwochen hat ergeben: Im November 2020 sind die Passantenzahlen in der Poststraße gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel eingebrochen. Laut Hystreet.com ist Eins A Elberfeld damit allerdings keine Ausnahme: Rückgänge in ähnlicher Größenordnung oder teilweise noch darüber verzeichnen die Innenstädte deutschlandweit. Ein weiterer Indikator für den Ausnahmezustand, in den das Coronavirus die ganze Welt in diesem Jahr 2020 gestoßen hat.

 

Zum Hintergrund:

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte sind bundesgesetzlich durch das Baugesetzbuch vorgeschrieben.Der Gutachterausschuss für Wuppertal ist als Behörde des Landes NRW ein neutrales, von der Stadt Wuppertal weisungsunabhängiges Gremium. Seine aktuell 23 Mitglieder wurden von der Bezirksregierung bestellt und sind überwiegend Sachverständige aus den Bereichen Architektur-, Bauingenieur-, Bank-, Vermessungs-und Maklerwesen sowie Sachverständige für den Immobilienmarkt. Die Mitgliedschaft ist ehrenamtlich. Die Stadt Wuppertal stellt dem Ausschuss eine Geschäftsstelle zur Verfügung.

Um den Grundstücksmarkt in Wuppertal transparent zu machen, ermittelt und veröffentlicht der Gutachterausschuss unter anderem Bodenrichtwerte, erstellt Grundstücksmarktberichte, Verkehrswertgutachten und Mietübersichten. Dazu wertet der Ausschuss unter anderem sämtliche in Wuppertal beurkundeten Immobilien-Kaufverträge aus und befragt private sowie gewerbliche Mieter und Vermieter.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat seine Geschäftsstelle im Rathaus in Barmen, Johannes-Rau-Platz 1. Er ist erreichbar unter Telefon 0202-563-59 82 sowie per Mail an:  gutachterausschuss@stadt.wuppertal.de. Hier geht es zu seiner Homepage.

Die Passantenfrequenzzählung: Seit 1992 misst der Gutachterausschuss einmal pro Jahr die Passantenfrequenzen in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld. 2020 fand die Messung im September statt, und zwar so: In der Woche vom 15. bis zum 19. September wurde jeweils zu fünf verschiedenen Uhrzeiten an 61 verschiedenen Standpunkten in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld die Anzahl der Fußgänger für einen Zählzeitraum von 5 Minuten zeitgleich ermittelt. Die dabei festgestellten Werte wurden auf eine Stunde hochgerechnet, und aus den so entstandenen Stundenwerten wurde der Durchschnittswert für jeden Messpunkt gebildet. Die genauen Ergebnisse der Passantenfrequenzzählung des Wuppertaler Gutachterausschusses für Grundstücksmärkte finden Sie hier.

Hystreet.com: Das Kölner Unternehmen Hystreet.com hat sich darauf spezialisiert, Passantenzahlen in zentralen Einkaufsstraßen per Laserscanner zu ermitteln. Dabei misst ein Laserscanner, wie viele Passanten sie auf der gesamten Straßenbreite passieren, und speichert diese Daten kontinuierlich. Dabei werden keine personenbezogenen Daten oder Bilder von Passanten gespeichert. In der Poststraße ist ein solcher Laserscanner seit dem Sommer 2019 in Betrieb. Detaillierte Zahlen zum Passantenaufkommen in der Poststraße gibt es bei hystreet.com.